Willkommen im VTSO Blog

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Als Non-Profit Organisation bauen wir im Kanton Solothurn das Angebot für Betreuungsplätze für Kinder in Tagesfamilien auf. Den einzelnen Einwohnergemeinden bieten wir Hand, kostengünstig und bedarfsgerecht Tagesbetreuungsplätze in ihrer Gemeinde zu schaffen.

Bei all unserer Arbeit und den Entscheidungen die wir fällen müssen, ist es uns ein Anliegen stets das Wohl des Kindes im Auge zu behalten. In diesem Blog berichten wir über unseren Alltag, um der Öffentlichkeit Einblick in unsere Arbeit zu geben.

Mittwoch, 23. März 2016

Mitarbeiteranlass des VTSO - Vorstellung des Notfallkonzepts

Notfallkonzept für den VTSO

Die familienergänzende Kinderbetreuung in Tagesfamilien ist nicht risikolos. Wie auch bei jeder Familie zu hause besteht die Gefahr, dass ein Kind zu Schaden kommen kann. Dies allein ist bereits schlimm. Doppelschlimm ist dies, wenn der Schaden bei einer Tagesmutter eintritt. Nicht nur die betroffene Tagesfamilie macht sich grosse Vorwürfe. Nein auch die Eltern leiden darunter und überlegen sich, wie sie so egoistisch sein konnten und das Arbeiten gegenüber dem Kind vorzogen. Dies gilt es zu verhindern.

Bewusstsein, Erkennen und Beherrschen von Risiken

Der Vorstand und die Geschäftsleitung des VTSO haben sich mit Notfällen und weiteren Risiken des Geschäftsbetriebs auseinandergesetzt. Dabei ging es um das Bewusstsein, Erkennen und Beherrschen der Risiken. Der Vorstand und die Geschäftsleitung haben dazu ein Risikomanagement, ein Risikoinventar, ein Krisenmanagement und ein Beschwerdemanagement erarbeitet. 

Risiken und Chancen

Jedes Geschäft hat seine Risiken so auch die Kinderbetreuung. Dies zu leugnen, wäre falsch. Diese wie der VTSO bewusst zu machen, zu erkennen und soweit möglich zu beherrschen, ist der richtige Lösungsansatz. Denn dass ein Geschäft ein Risiko birgt, bedeutet nicht, dass dieses gemieden werden muss. Ansonsten müsste der VTSO sein Geschäft aufgeben. Ein Risiko kann auch eine Chance sein.

Vorstellung des Notfallkonzepts - Mitarbeiteranlass vom 9. März 2016

Was nutzen die besten Konzepte und Arbeitsabläufe, wenn niemand oder nur die Vorgesetzten davon Kenntnis haben? Nichts. Daher führte der VTSO am Mittwoch, 9. März 2016 in der Jugendherberge in Solothurn einen Mitarbeiteranlass durch. Thema war unter anderem das Vorgehen, wenn ein Tageskind einen schweren Unfall erleidet oder gar zu Tode kommt. 

Die Teilnehmerzahl war sehr gut. Die meisten aktiven Tagesmütter konnten den Abend freihalten und am Mitarbeiteranlass teilnehmen. Die Präsidentin stellte das Notfallkonzept vor. Zum Inhalt im nächsten Beitrag.

Gute Anregungen von den Tagesmüttern - Erreichbarkeit?

Eine wichtige Frage aus der Runde war die Erreichbarkeit der Vermittlerinnen oder der Geschäftsleitung. Tagesmütter betreuen "rund um die Uhr" also auch über Nacht und am Wochenende. Die Vermittlerinnen und auch die Geschäftsstelle seien aber nicht immer erreichbar.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung nahmen diese Anregung dankend auf. Bereits an der folgenden Vorstandssitzung wurde die Frage besprochen: Der Vorstand, die Geschäftsleitung und die Vermittlerinnen sind jetzt mit einem WhatsApp-Notfall-Chat verbunden. So ist der Informationsfluss bei einem Vorfall sehr rasch aufgestellt. Die Vermittlerinnen werden an ihrer Sitzung den Piquettdienst besprechen.

Weitere gute Anregung - Jede Tagesmutter muss ihr eigenes Notfallkonzept haben

Jede Tagesmutter muss aber auch selber wissen, wie sie bei einem Vorfall vorgehen soll. Dazu sind die Telefonnummern der Eltern oder des Kinderarzt auf dem Mobiltelefon einfach zu speichern und damit auch ausser Haus rasch Griff bereit. 

Der Vorstand hat die Möglichkeit einer "Notfallkarte"in der Grösse einer Visitenkarte in die Runde gestellt. Die Notfallkarte soll die Tagesmutter als solche ausweisen. Zudem wäre die Telefonnummer des VTSO aufgeführt. Die Notfallkarte ist in Bearbeitung und kann den Tagesmüttern bald zugestellt werden.

Reflexion

Beim Notfallkonzept handelte es sich um ein schweres Thema. Das Interesse war jedoch gross und die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen gut. Ich hoffe, dass das Thema bei allen Teilnehmerinnen zu Überlegungen geführt hat, wie sie in einem Notfall vorgehen sollen.    

Der VTSO hat sich auf einen Notfall so gut als möglich vorbereitet. Natürlich ist es ganz anders, wenn wirklich ein solcher Eintritt. Hoffentlich mögen sich die betroffenen Tagesmütter an das Notfallkonzept des VTSO erinnern. Eine Auffrischung von Zeit zu Zeit ist wohl notwendig.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass beim VTSO und auch bei den anderen familienergänzenden Kinderbetreuungsangeboten nie ein Kind einen schweren Unfall erleidet oder gar zu Tode kommt.   



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