Willkommen im VTSO Blog

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Als Non-Profit Organisation bauen wir im Kanton Solothurn das Angebot für Betreuungsplätze für Kinder in Tagesfamilien auf. Den einzelnen Einwohnergemeinden bieten wir Hand, kostengünstig und bedarfsgerecht Tagesbetreuungsplätze in ihrer Gemeinde zu schaffen.

Bei all unserer Arbeit und den Entscheidungen die wir fällen müssen, ist es uns ein Anliegen stets das Wohl des Kindes im Auge zu behalten. In diesem Blog berichten wir über unseren Alltag, um der Öffentlichkeit Einblick in unsere Arbeit zu geben.

Mittwoch, 30. September 2015

Mitarbeiteranlass – Tagesmütter im Stadttheater Solothurn

Der Verein Tagesfamilien Kanton Solothurn (VTSO) lud am 4. September 2015 zum ersten Mitarbeiteranlass in seiner Geschichte ein. Zuerst war ein vollgepacktes Nachmittagsprogramm geplant. Nachdem sich die Anmeldungen jedoch im bescheidenen Rahmen hielten, wurde das Programm bis auf die Stadttheaterführung abgespeckt.

Nichts desto trotz trafen sich 16 Tagesmütter, Vermittlerinnen, Geschäftsleitung und Vorstandsmitglieder am Freitagnachmittag vor dem Stadttheater. Die Assistentin des Schauspiels am Theater Orchester Biel Solothurn nahm uns sehr motiviert im neu sanierten Theater in Empfang. Bereits beim Eintritt ins Theater fühlten wir die Spannung wegen der in nur wenigen Stunden stattfindenden Premiere zur Aufführung „Der Besuch der alten Dame“.

Auf der Bühne fanden noch die letzten Vorbereitungen statt. Licht und Ton musste noch aufeinander eingestellt werden. Unser Rundgang führte durch sämtliche Gänge und wir erkundeten jeden Winkel. Im Saal nahmen wir in der ersten und zweiten Reihe Platz und genossen die neue Atmosphäre. Mit Ananasquark wurden die alten Malereien im Saal wieder aufgefrischt und konnten so erhalten bleiben. Die Auffrischung der Malereien führte jedoch auch zur Verlängerung der Sanierungsarbeiten. Diese dauerten eineinhalb Jahre. Dafür erstrahlt der Theatersaal in neuem Glanz.

Saal Stadttheater Solothurn
Im Saal des Stadttheaters Solothurn

Hinter der Bühne sahen wir die Garderoben der Schauspieler und den Ort für die Maske mit verschiedenen Perücken. Damit die Frisur des Hauptdarstellers im Stück echt wirkt, wurde bei seiner Perücke jedes Haar einzeln geknüpft. Im Dachstuhl befindet sich der Fundus mit unzähligen Kostümen. Von Boas über Jacken, Röcke und Schuhen ist dort alles vorhanden. Am liebsten hätten wir uns noch etwas länger im Fundus aufgehalten und ein oder zwei Kostüme anprobiert, doch es gab noch einiges zu sehen und eben – die Premiere in ein paar Stunden. In der Schneiderei waren die Gewandmeisterinnen an der Arbeit. Die Requisiten für die Premiere standen bereits hinter der Bühne bereit.



Schneiderei Stadttheater
In der Schneiderei des Stadttheaters

Unsere engagierte Theater-Führerin erklärte uns auch die sehr wichtigen Aufgaben des Inspizienten während der Aufführung. Dieser habe das Ganze Stück im Griff und manage alles. Falle dieser aus, führe dies meistens zur Absage der Aufführung.

Das Treiben hinter der Bühne während einer Aufführung könne sehr hektisch sein. Manchmal bliebe dem Schauspieler für den Kostümwechsel nur ein paar Minuten. In diesen Fällen sei dieser völlig auf die „Ankleider“ angewiesen.

Natürlich wurden wir über die Gebräuche bei den Schauspielern orientiert, wobei der Umgang mit dem Aberglauben bei allen Schauspielern sehr individuell sei. Es werde nicht „Viel Glück“ gewünscht. Anstatt hiesse es toi toi toi mit Spucken über die linke Schulter. Dies jedoch nur, wenn bereits ein Kostümteil getragen werde. Bedanken dürfe man sich für diese Geste jedoch nicht. Es werde dann irgendwie genickt und gemunkelt. Auch dürfe im Theater der Name Macbeth nicht ausgesprochen werden, da dies Unglück bringe. Werde der Name erwähnt, müsse die Person dreimal ums Theater laufen.

Beim Abschied wünschte die Geschäftsleiterin dann eben nicht viel Glück für die bevorstehende Premiere sondern: „Der Zug mit der alten Dame möge rechtzeitig heute Abend einfahren.“ Zum Abschluss gab es noch ein Apéro. Der Anlass war gelungen. Vielen Dank nochmals an die Theater-Führerin und die Organisatorinnen.

VTSO Apero
Der VTSO beim Apéro

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