Willkommen im VTSO Blog

Willkommen im VTSO Blog


Als Non-Profit Organisation bauen wir im Kanton Solothurn das Angebot für Betreuungsplätze für Kinder in Tagesfamilien auf. Den einzelnen Einwohnergemeinden bieten wir Hand, kostengünstig und bedarfsgerecht Tagesbetreuungsplätze in ihrer Gemeinde zu schaffen.

Bei all unserer Arbeit und den Entscheidungen die wir fällen müssen, ist es uns ein Anliegen stets das Wohl des Kindes im Auge zu behalten. In diesem Blog berichten wir über unseren Alltag, um der Öffentlichkeit Einblick in unsere Arbeit zu geben.

Sonntag, 10. Januar 2016

Anforderung an Tageseltern - Basiskurs

Interessiert als Tageseltern tätig zu sein? In den folgenden Blogs möchte ich euch die Anforderungen und Voraussetzungen von Tageseltern näher bringen. Ich beginne dabei bei der Ausbildung:

Ausbildung zur Tagesmutter

Um Tagesmutter oder Tagesvater zu werden, ist keine Berufsausbildung notwendig. Den Ausbildungsgang Tageseltern gibt es nicht. Damit Tageseltern über die Tätigkeiten und Richtlinien informiert sind, erarbeitete Kibesuisse einen sogenannten Basiskurs für Tageseltern (dieser ist bereits wieder in Überarbeitung).

Inhalt des Basiskurses

Inhalte des Basiskurses sind Anforderungen an Tageseltern, Umgang mit Kindseltern, Entwicklung und Betreuung von Kinder, Beratung und Unterstützung durch die Trägervereine (VTSO) und natürlich der Austausch unter den Tageseltern. Die verschiedenen Themen sind in sieben Begleitheften zum Kurs umschrieben und ausgeführt. Zurzeit umfasst der Basiskurs total 21 Stunden.

Zwingend für Tageseltern des VTSO

Alle beim VTSO angestellten Tageseltern müssen den Basiskurs besuchen. Der VTSO bietet den Basiskurs selber an. Für das Jahr 2016 wird er zweimal angeboten, wobei die Regionen des Kantons berücksichtigt wurden.

Basiskurs vom Herbst 2015 in Grenchen

Als Präsidentin des VTSO wollte ich mir selber ein Bild des Basiskurses resp. des Inhalts des Kurses und der teilnehmenden Tagesmütter machen. Also besuchte ich im Herbst 2015 den Kurs in Grenchen.

Das Basiskurs dauerte einen Freitagabend von 19:00 bis 22:00 Uhr und drei Samstage von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 Uhr. Also total 21 Stunden Unterricht. Die Kursleiterin war Verena Roth.

Im Kurs wurden viele verschiedene Themen behandelt: Von der Entwicklung der Kinder über Erziehungsstile bis zur Kommunikation. Dabei kam die praktische Übung nicht zu kurz. In Rollenspielen übten wir die Kommunikation zwischen Tagesmutter und Kindseltern. Mit kleinen Auflockerungsübungen wie Blindenführen oder im Kreis erraten, bei welcher Person sich ein Gegenstand befindet, führte uns die Kursleiterin spielerisch an die Themen heran.

Mein Fazit über den Basiskurs: Den Inhalt fand ich interessant. Der Aufbau des Kurses durch die Kursleiterin war sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Die Gruppe von ausschliesslich Tagesmüttern war top motiviert und interessiert. Ich fand, wir hatten eine tolle Zeit und meine Befürchtung, ich müsste mich jeden einzelnen Samstagmorgen in den Kurs schleppen, löste sich im Nichts auf. Ich freute mich sehr auf jeden einzelnen Kurstag und darauf, die Tagesmütter und die Kursleiterin wieder treffen zu können.

Die Kursleiterin lobte uns dann auch zum Schluss für unseren tollen Einsatz und wir wären die erste Gruppe, bei welcher während des ganzen Kurses niemand gefehlt habe. Bravo!



 

 

 

 

 


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wieder ist ein Jahr vorüber ....


Weihnachtszeit hat sich beim VTSO eingeschlichen. Und wer geniesst die Zeit nicht, in welcher die Kinderaugen glänzen? 
 

Wenn die Honigkerze brennt

Wenn die Honigkerze brennt
Und ich rieche den Advent,
Öffne ich das erste Tor,
Hol‘ den Stern aus Stroh hervor.

Steche Butterplätzchen aus,
Freu mich auf den Nikolaus,
Such mein graues Kuscheltier,
Pack es ein in Glanzpapier.

Finde Warten schrecklich schwer,
Staun ins Weihnachtslichtermeer.
(Autor unbekannt)

Mit der Weihnachtszeit neigt sich dann auch das Jahr für den VTSO dem Ende zu. Zeit für einen Rückblick? Nein, das folgt im Jahresbericht an der Mitgliederversammlung. Jetzt schaue ich lieber nach Vorn:

Das Angebot des VTSO wurde reduziert und die Finanzen, insbesondere die Tarife, den ab 2016 neuen Gegebenheiten angepasst. Neu ab 1. Januar 2016 ist, dass der VTSO erstmals seit der Gründung vor vier Jahren, nicht mehr an die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Solothurn gebunden ist. Mit dem Jahresende erlischt die Verpflichtung gegenüber dem Kanton aber auch die finanzielle Unterstützung.

Ein neues Kapitel für den VTSO ohne Kanton Solothurn? Ja, der VTSO ist für das Jahr 2016 bereit. Die Weichen wurden frühzeitig gestellt. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Betreuungsstunden entwickeln, wie Beschlüsse von Gemeinden zur finanziellen Unterstützung der Einwohner bei der familienergänzenden Kinderbetreuung ausfallen und ganz einfach, wie sich das Tagesfamiliengeschäft entwickelt. Meine Zukunftsaussichten für den VTSO sind gut.

Ich wünsche frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2016!

 

Kursprogramm für Tageseltern 2016

Neues Kursprogramm 2016

Das neue Kursprogramm 2016 steht. Der VTSO führt auch im 2016 viele interessante Kurse für Tageseltern oder interessierte Personen durch. Es würde mich sehr freuen, Sie an einem der Kurse treffen zu können.

Basiskurs für Tageseltern

Der Basiskurs ist an alle neuen Tageseltern oder an der Tätigkeit als Tageseltern interessierten Personen gerichtet. Die Themen werden verständlich und kompetent erklärt. Neben den Themen wie Kindererziehung, Wahrung der Kinderrechte und Umgang mit Kindseltern, ist der Austausch mit anderen Tageseltern wichtig. Kursteilnehmer lernen den Umgang mit Kindseltern und Kindern. Selbständig erwerbstätigen Tageseltern werden wichtige Muster zur Ausgestaltung der Verträge angeboten.

Für neue Tageseltern beim VTSO ist der Basiskurs Pflicht. Der Kurs umfasst 21 Stunden. Der VTSO bietet den Kurs im Frühling und im Herbst an.
 
 

Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen

Der VTSO setzt das Wohl des Kindes an erster Stelle. Dafür ist für alle Tageseltern des VTSO der Besuch des Kurses über den Verhaltenskodex obligatorisch. Ab 2015 war / ist der Kurs des Verhaltenskodexes im Basiskurs beinhaltet. Der Kurs wird im 2016 zum letzten Mal als Einzelkurs angeboten.

Ziele des Kurses sind Stärkung der Kinder sowie die Sensibilisierung der Tageseltern ihre eigenen Haltungen und Handlungen zu überdenken. Im Begleitheft werden konkrete Verhaltensregeln in der täglichen Arbeit als Tageseltern aufgestellt. Zudem wird die Geschichte der Wandlung vom kleinen zum grossen Nein vermittelt. Nach dem Kurs ist klar, wo Grenzen zu respektieren sind. Auch wenn die Übergänge fliessend sind: Tabu ist immer, wenn die betreuende Person etwas zur eigenen Befriedigung unternimmt. Und die Verantwortung liegt immer beim Erwachsenen!
 
 

Pädagogisches Konzept

Das pädagogische Konzept gehört ebenfalls zur Grundausbildung von Tageseltern. Der Kurs orientiert sich am pädagogischen Konzept, welches Kibesuisse herausgegeben hat.

Inhalte sind: Körperliches und seelisches Wohlbefinden, Kommunikation, Zugehörigkeit und Partizipation, Stärkung und Ermächtigung, Akzeptanz von Verschiedenheit, Ganzheitlichkeit und Angemessenheit, Umgang mit elektronischen Medien, Umgang mit Zecken und Läusen, gesunde Ernährung und Entwicklung.

Achtung! Der Kurs musste verschoben werden und wird nicht anfangs Jahr stattfinden.

Notfallkonzept des VTSO

Dies ist eigentlich kein Kurs sondern eine interne Schulung des VTSO für alle Tageseltern und Vermittlerinnen des VTSO.

Der VTSO hat in den Jahren 2014 und 2015 ein Notfallkonzept erarbeitet. Dieses soll so rasch als möglich allen Tageseltern und Vermittlerinnen bekannt sein.

Schwere Unfälle von Kindern während der Kinderbetreuung, Kindeswohlverletzungen durch Tageseltern oder Kindseltern sind zum Glück selten. Manchmal können solche Notfälle aber nicht verhindert werden. Ziel der Schulung ist, dass alle Tageseltern und Vermittlerinnen die Abläufe in einem Notfall kennen. Der VTSO hofft dadurch, das Leid im Notfall für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten.


Gesunde, kreative Ernährung

Über Essgewohnheiten und –regeln lässt sich immer streiten. Wie aber bringt eine Tagesmutter ein Kind dazu, ein neues Nahrungsmittel zu probieren? Kinder lassen sich durch schön angerichtete Speisen verführen. Wie das geht, wird beim Kurs gesunde, kreative Ernährung vermittelt und praktisch umgesetzt.


Abgrenzung gegenüber abgebenden Eltern

Tageseltern arbeiten in direktem Kontakt mit Eltern und Tageskindern. Da Tageseltern mit Herz betreuen, fühlen diese die Sorgen von Tageskindern und die Belastungen von Eltern mit. Dies kann belastend für Tageseltern sein. Dazu kommt, dass die Arbeit als Tageseltern zu Hause stattfindet. Tageseltern müssen sich dennoch gut gegenüber Eltern und Tageskinder abgrenzen können. Tipps und Tricks dazu im Weiterbildungskurs.

 

Montag, 14. Dezember 2015

Auf Wiedersehen Dorneck - Thierstein

Leistungsvereinbarung 2012 bis 2015 mit dem Kanton Solothurn

Der Kanton Solothurn verpflichtete den VTSO in der Leistungsvereinbarung 2012 bis 2015 das ganze Gebiet des Kantons Solothurn abzudecken. Also Tagesfamilienplätze im ganzen Kanton abzuklären, zu vermitteln und anzubieten.

Abdeckung des ganzen Kantonsgebiets

Dies war eine grosse Herausforderung. Die drei fusionierten regionalen Tagesfamilienvereine deckten nämlich nur die Gemeinden Stadt Solothurn, Feldbrunnen-St. Niklaus, Langendorf, Bellach, Biberist und den Bezirk Bucheggberg sowie den Oberen Leberberg ab. Der VTSO musste somit nach dem Zusammenschluss die Beziehungen zu den bisherigen Gemeinden aufrechterhalten und sich zugleich in neue Regionen vorwagen. Die Festigung und Ausbreitung der Tagesfamilienbetreuung gelang nicht in allen Regionen gleich gut. Zudem waren die Bezirke Olten, Gösgen, Thal, Gäu, Dorneck und Thierstein für den Vorstand, die Geschäftsleitung und die Vermittlerinnen geschäftliches Neuland.

Der Aufbau konnte aber wegen der Auflage des Kantons nicht schrittweise vollzogen werden. Ab Beginn der Leistungsvereinbarung musste der VTSO im ganzen Kanton präsent sein und die Tagesfamilienbetreuung anbieten. Zuerst reisten die Vermittlerinnen von Solothurn aus in die weiter entfernten Gebiete. Dann wurde für die Region Olten und die Amtei Dorneck-Thierstein je eine Vermittlerin angestellt. Jetzt wies der VTSO regional verankerte Vermittlerinnen in allen Gebieten des Kantons auf.

Mühe in der Amtei Dorneck - Thierstein 

Trotz aller Bemühungen der regional verankerten Vermittlerin konnte das Tagesfamiliengeschäft in der Amtei Dorneck-Thierstein nicht Fuss fassen. Die Vermittlerin sprach bei verschiedenen Behörden vor. Leider erachteten die Gemeinden die Tagesfamilienbetreuung nicht als notwendig. Für viele Eltern waren die Betreuungskosten zu hoch. Sie suchten sich andere Formen der Kinderbetreuung.


Ende der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Solothurn

Ab 1. Januar 2016 besteht keine Leistungsvereinbarung mehr zwischen dem Kanton Solothurn und dem VTSO. Damit entfällt auch die Auflage der Abdeckung des ganzen Kantonsgebiets.


Abbruch des Tagesfamiliengeschäfts in der Amtei Dorneck-Thierstein durch den VTSO

Um Kosten zu sparen und seine Kräfte zu bündeln, entschied der Vorstand, das Tagesfamiliengeschäft in der Amtei Dorneck-Thierstein einzustellen. Der regionalen Vermittlerin wie auch den Tagesmüttern wurde per Ende Jahr gekündigt. Die Vermittlerin hat bereits eine neue Anstellung angenommen, bei welcher sie besser ausgelastet ist als beim VTSO. Bei den Tagesmüttern war zurzeit der Kündigung kein Betreuungsverhältnis laufend.

Der VTSO verabschiedet sich von der Region Dorneck-Thierstein und konzentriert sich auf die anderen Regionen des Kantons. Sollte das Tagesfamiliengeschäft aber in Zukunft im Schwarzbubenland wieder anziehen, wäre der VTSO bereit zurückzukommen. Also auf Wiedersehen!

Montag, 30. November 2015

Tariferhöhung - ein unattraktiver Entscheid


Mitteilung der Tariferhöhung


Mitte November 2015 verschickte die Geschäftsstelle des VTSO den Informationsbrief zur Tariferhöhung: Die Vollkosten pro Stunde und Kind werden per 16. Januar 2016 um 70 Rappen erhöht. Neu: CHF 12.70. Dem Vorstand fiel dieser Entscheid nicht leicht.

Wegfall von CHF 50‘000 Ertrag schmerzt


Der Kanton Solothurn erklärte anfangs 2015, dass die Leistungsvereinbarung mit dem VTSO nicht erneuert werde. Die Leistungsvereinbarung läuft nach vier Jahren per 31. Dezember 2015 aus. Damit fällt die finanzielle Unterstützung von CHF 50‘000 pro Jahr weg.

Diese Ertragseinbusse schmerzt sehr. Der Vorstand sucht nach Möglichkeiten, das entstehende Ertragsloch zu stopfen. Ertrag erhöhen oder Aufwand senken.

Leider ist die Sponsoringsuche in der Zeit des starken Franken sehr schwierig. Die Reserven der Unternehmen wurden verschlungen und damit senkte sich die Ausgabefreude deutlich. Umso mehr: Spenden sind jederzeit herzlich Willkommen!

Aufwand senken, aber nicht zulasten der Qualität

Einig sind sich der Vorstand, die Geschäftsleitung und die Vermittlerinnen, dass der Aufwand nicht zulasten der Qualität gesenkt werden darf. Das Wohl des Kindes bleibt an erster Stelle. Dies kann nur mit gut abgeklärten und motivierten Tageseltern, professioneller Beratung und Vermittlung sowie rechtlich haltbaren Dokumenten umgesetzt werden. Die Eltern sollen weiterhin einen kontrollierten, sicheren und guten Kinderbetreuungsplatz in einer Familie haben. Dafür steht der VTSO nach wie vor ein.

Der Löwenanteil der Kinderbetreuungskosten (Tarife) wird durch die Löhnen der Tageseltern vorgegeben. Diese sind der grösste Aufwandposten des VTSO. Im Gegenzug stellen die verrechneten Betreuungskosten die grösste Einnahmequelle des VTSO dar. Eine effizientere Kinderbetreuung ist nicht möglich: Denn eine Stunde Betreuung bleibt eine Stunde Betreuung.

Ertrag erhöhen mit der Unterstützung durch Gemeinden


Noch zu wenig Gemeinden waren bereit mit dem VTSO eine Leistungsvereinbarungen abzuschliessen. Mit Hilfe dieser könnten die Tarife in der jeweiligen Gemeinde gesenkt werden. Leistungsvereinbarungen bestehen mit den Gemeinden: Stadt Solothurn, Biberist, Feldbrunnen – St. Niklaus und ab 1. Januar 2016 neu Bettlach.

In diesen Gemeinden bietet der VTSO entweder einkommensabhängige Tarife oder wie in Bettlach wenigstens den begünstigten Tarif an. Für alle Eltern in diesen Gemeinden gilt der begünstigte Tarif von maximal CHF 12.

Daneben gibt es Gemeinden, welche die Eltern direkt also nicht über den VTSO unterstützen. In Olten erhalten Eltern ab 1. Januar 2016 nach den Vorgaben der Stadt Olten finanzielle Unterstützung durch sogenannte Betreuungsgutscheine.

Mithilfe Eltern


Liebe Eltern, ihr könnt mithelfen. Erkundigt euch in euren Gemeinden (Gemeindeverwaltung, Gemeindepräsidium) nach finanzieller Unterstützung für die Kinderbetreuung. Einige Gemeinden haben den VTSO auch wissen lassen, dass sie bereit wären, bei Bedarf Eltern direkt zu unterstützen. Schliesslich bezahlen alle erwerbstätigen Eltern bei der Wohngemeinde Steuern. Da könnte diese den erwerbstätigen Eltern auch etwas zurückgeben.

 

Montag, 16. November 2015

Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde Bettlach

Nachdem der Antrag der Kommission für Gesellschaft und Gesundheit von Bettlach an der Gemeinderatssitzung vom 25. August 2015 zur Prüfung einer Leistungsvereinbarung zurückgewiesen wurde, stand ein neuer Antrag der Kommission in der Gemeinderatssitzung vom 20. Oktober 2015 auf der Traktandenliste.

Zur Diskussion stand der Abschluss einer Leistungsvereinbarung mit dem VTSO. Mit dem Abschluss der Leistungsvereinbarung wird das Angebot des VTSO Bettlach gesichert. Der VTSO bietet Gewähr für eine gute Qualität der Kinderbetreuung in Tagesfamilien sowie die arbeitsrechtliche Absicherung der angestellten Tageseltern. Die Betreuungsstunden haben sich in den letzten Jahren in Bettlach sehr gesteigert. Für das Jahr 2015 wird mit etwa 2‘000 Betreuungsstunden gerechnet; eine Hochrechnung für das Jahr 2016 aufgrund der jetzt bestehenden Vereinbarungen ergibt sogar 8‘000 Betreuungsstunden.

Waren die Fraktionen an der ersten Lesung gegenüber einem Abschluss einer Leistungsvereinbarung noch skeptisch und erachteten das Angebot als vernachlässigbar, so konnte ein deutlicher Meinungswechsel an der Sitzung erkannt werden.

Die Fraktion FDP lobte die gute Organisation und Homepage, auf welcher zu praktisch allen Fragen Antworten geboten werden. Die Organisation werde sauber und transparent geführt. Die Unterstützung mittels einer Leistungsvereinbarung sei für nur zwei Jahre. Danach könnte neu entschieden werden.

Die Fraktion CVP, welche sich in der ersten Lesung dafür einsetzte, dass der Antrag neu geprüft werde, war mit dem zweiten Antrag vollumfänglich zufrieden. Sie seien gespannt, auf die „gesamtheitliche Lösung der Kinderbetreuung in Bettlach“, welche die Kommission ausarbeiten wolle.

Die Fraktion SP unterstützte den Antrag. Der Gemeinde Bettlach drohe die Überalterung. Es sei wichtig, in Bettlach auch etwas für Familien und Kinder anzubieten. Die Fraktion setzte sich bereits an der ersten Lesung ohne Erfolg dafür ein, die Unterstützung auf die Eltern auszuweiten, um bei den Kindseltern einkommensabhängige Tarife zu ermöglichen.

Die Fraktion SVP war sich darin einig, dass die Gemeinde mit dem Beitrag an den VTSO einfach Geld ausschütte. Wenn schon seien die Kindseltern zu unterstützen, aber dies nur, wenn dies notwendig sei. Dagegen war einer der Gemeinderäte der SVP aber auch der Meinung, dass der Beitrag an den VTSO nur „ein Tropfen auf den heissen Stein“ sei und für die Gemeinde Bettlach kaum ins Gewicht falle.

Der Antrag der Kommission wurde mit 10 von 11 Stimmen angenommen. Die Gemeinde Bettlach schliesst mit dem VTSO eine Leistungsvereinbarung für zwei Jahre ab. Darin verpflichtet sich Bettlach pro Einwohner einen Franken zu bezahlen. Der VTSO bietet die Tagesfamilienbetreuung in Bettlach sicher für die Dauer der Leistungsvereinbarung an. Das Angebot wird öffentlich publiziert, die Qualität in den Tagesfamilien wird kontrolliert. Zudem werden die Vollkosten pro Betreuungsstunde und Kind per 1. Januar 2016 nicht auf CHF 12.70 erhöht, sondern bleiben auf den bisherigen CHF 12.00. Der Vertrag wurde am 6. November 2015 unterzeichnet.

Vielen Dank der Gemeinde Bettlach für das Vertrauen und die Unterstützung.

 

Montag, 2. November 2015

Weiterbildungskurs Essen


Der VTSO führt Aus- und Weiterbildungskurse für Tagesmütter und Tagesväter durch. Am 21. Oktober 2015 fand in Solothurn die Weiterbildung „Essen“ unter der Kursleitung von Daniela Caruso Barba statt. Das Thema Essen für Kinder hat mich angesprochen und daher nahm ich an diesem Abend am Kurs teil.

Die Kursleiterin erklärte uns bereits zu Beginn: „Essen sei ein sehr heisses Thema.“ Sie würde uns sensibilisieren, aber nicht belehren.

Die Einführung ins Thema begann mit einem Fragebogen zur Essgeschichte. Dabei ging es um Fragen wie: Ich musste alle Lebensmittel probieren. Oder: Ich durfte mit dem Essen spielen. Oder: Ich wurde mit Esswaren belohnt und bestraft. Bereits da wurde mir klar, wie meine heutigen Essgewohnheiten durch meine Kindheit geprägt wurden. Und wie ich diese praktisch ungefiltert an meine fünfjährige Tochter weitergebe.

Nachdem gruppenweise die Erfahrungen aus der Kindheit ausgetauscht wurden, lasen wir einen Bericht über die Bedeutung des Essens. Also was erzwingen die Eltern, wenn sie von den Kinder bspw. verlangen, sie müssten den Teller leer essen. Gewöhnen sich die Kinder daran, den Teller leer zu essen, ohne Hunger zu haben, so verfestige sich im Kopf das Signal: „Satt sein“ mit dem leeren Teller. Dies entspreche aber nicht dem Bedürfnis des Körpers.

Überhaupt wurde klar, dass Zwang beim Essen keinen Platz hat. Wobei man bereits dann von Zwang spreche, wenn die Fremdbestimmung mächtiger ist, als der eigene Entscheid. Für mich ist klar, dass Zwang nicht zum Essen gehört. Und ich war eigentlich auch überzeugt, dass ich meine Tochter nicht zum Essen zwinge. Oder?

Ein Beispiel aus der Praxis: Meine Tochter verweigert das Mittagessen und möchte lieber gleich nur Schokoladeneis essen. Mein Partner und ich erklären: „Wenn du nichts isst, bekommst du auch keine Glace.“ Zwang? Bestrafung und/oder Belohnung? Ja, eigentlich ganz klar: Das ist Zwang.

Und ich dachte, ich würde meine Tochter nicht zwingen und auch nicht mit Essen bestrafen und belohnen. Dazu gehört für mich aber auch, dass sie nicht nur Schokoladeneis isst. Wie löse ich jetzt meinen Interessenskonflikt? Gebe ich nach und lasse sie nur Schokoladeneis essen oder beharre ich darauf, dass sie vorher wenigstens ein wenig probiert? Die Lösung für mein Problem habe ich im Kurs nicht erfahren. Zum Glück ist im Herbst keine Glacezeit mehr.

Nach heissen Diskussionen richteten wir unsere Pausenverpflegung selber her: Kindersushi und Frucht-Igel:
 
Kindersushi und Frucht-Igel

Kindersushi und Frucht-Igel
 


















Nach der Pause streiften wir kurz die gesunde Ernährung und die ausgewogene Ernährung. Für die gesunde Ernährung kann auf die Lebensmittelpyramide verwiesen werden. Unter ausgewogener Ernährung versteht man, die bewusste Ernährung, sich Zeit nehmen fürs Essen, genügend Wasser trinken, Früchte und Gemüse essen und regelmässiges Essen. Eigentlich alles klar und doch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Zum Schluss stellten wir noch fest, wie viel raffinierter Würfelzucker (3 Gramm) in Lebensmitteln steckt. In 100 Gramm Tomaten-Ketchup sind 9 Stück Würfelzucker und im Fruchtjoghurt (250 Gramm) sind es 13 Würfelzucker.

Ich bin begeistert vom Kurs und der Kursleiterin. Jetzt hinterfrage ich meine Essensregeln und Essgewohnheiten vermehrt.